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LEXICON

  • Bacchanale                                                                                                                                 

Bacchanale wurden im alten Rom zu Ehren des Gottes Bacchus gefeiert. Das Wort wird auch im Sinn
von „Festgelage" oder „Trinkgelage" verwendet und bezeichnet im Operntheater die entsprechenden Szenen,
etwa im ersten Akt der Oper „Tannhäuser" von Wagner oder in Gounods Faust - Oper in der „Walpurgisnacht".

  • Baiare                                                                                                                                           

Italienisch für tanzen.

  • Ballabile                                                                                                                                    

Bezeichnung für einen Ballettteil, der nur von den Gruppentänzern (Corps de ballet) getanzt wird.

  • Ballerina                                                                                                                                                   

Im Italienischen bedeutet „una ballerina" einfach eine Tänzerin. Im Deutschen versteht man unter einer Ballerina
eine Solotänzerin, die führende Rollen des Ballettrepertoires tanzt. Eine „Primaballerina" ist meist die Dienstälteste,
beste und erfahrenste der Ballerinen in einer Kompanie. „Primaballerina assoluta" war ein Ehrentitel, der beim
zaristischen Ballett nur zweimal vergeben wurde. In neuerer Zeit hat das englische „Royal Ballet" Margot Fonteyn
zur „Primaballerina assoluta" ernannt. Der Titel „Ballerina" ist rechtlich nicht geschützt und wird oft missbraucht.

  • Ballett-Musik

      engl / deutsch
      f\'fcr ANF\'c4NGER und Fortgeschrittene

  • Ballerino                                                                                                                                            

Seltener gebrauchte männliche Entsprechung zu Ballerina.

  • Ballet blanc                                                                                                                                            

Ein im klassischen Stil getanztes Ballett, in dem die Tänzerinnen das von Marie Taglioni eingeführte lange Tutu
(einen weißen Knierock) tragen.

  • Ballet for all                                                                                                                                              

Der englische Ballettpublizist Peter Brinson schuf in Zusammenarbeit mit dem „Royal Ballet" die „Ballet for all"
Gruppe, die in weiten Kreisen der Bevölkerung das Verständnis für Ballett fördern half.

  • Ballettakademie                                                                                                                                     

Trotz des „klassischen" Anscheins ist der Name nicht gesetzlich geschützt und sagt nichts über die
Qualität einer Schule aus.

  • Ballettästhetik                                                                                                                                           

Der Begriff bedeutet „Lehre vom Schönen in der Ballettkunst". Die Ballettästhetik bestimmt das Wesen und die
inneren Gesetze dieses Schönen und untersucht das Schaffen und Erleben dieses Schönen.
Schon Jean-Georges Noverre (1727 -1810) hat in seinen „Lettres sur la Danse" (1759) ballettästhetische
griffe geprägt.
Wichtige Ballettästheten dieses Jahrhunderts waren der Russe Akim Wolynski (1863 -1926) mit seinem
„Buch des Jubels" (1925) und der in Frankreich lebende Russe Andre Levinson (1887 -1933).
In neuerer Zeit hat Gerhard Zacharias mit seinem Buch „Ballett -
Gestalt und Wesen" einen wichtigen Beitrag zur Ballettästhetik geleistet.

  • Ballettdirektor                                                                                                                                             

In der Regel wird diese Aufgabe vom Choreographen eines Theaters ausgeübt. Es ist allerdings nicht leicht,
Künstler mit einer solchen „Doppelbegabung" zu finden, und so werden auch andere mit dieser Aufgabe betraut,
z.B. Ballettmeister, aktive oder ehemalige Tänzer, Dramaturgen oder Kritiker. In diesen Fällen ist der Direktor
auf Gastchoreographen angewiesen. Manche Theater geben auch choreographisch begabten Tänzern
die Möglichkeit, eigene Kreationen zu verwirklichen.  Für die Arbeit des Ballettdirektors ist die Personalpolitik
besonders wichtig, die Wahl der richtigen Mitarbeiter: Ballettmeister, Tänzer, Gastchoreographen,
Komponisten neuer Ballette, Ausstatter und Dramaturgen. Diese über eine ganze Spielzeit hinweg
zu Höchstleistungen anzuspornen, ist eine überaus schwierige Aufgabe.  Von großer Bedeutung für
einen Ballettdirektor ist der Spürsinn für junge, unbeachtete Talente
Sie zu fördern und zu führen dürfte eine seiner schönsten Aufgaben sein.
Auch für den Spielplan zeichnet er verantwortlich;
er ist ferner eine Art Schiedsrichter bei Unstimmigkeiten in der Kompanie und vertritt sie auch nach außen,
gegenüber der Intendanz, der Aufsichtsbehörde und dem Publikum.

  • Ballettdirigent                                                                                                                                           

Die Arbeit eines Ballettdirigenten stellt andere Anforderungen als die eines Konzertdirigenten.
Ein guter Dirigent muss nicht nur seine Partitur, sondern auch die Choreographie des Balletts kennen.
Größere Ensembles verpflichten einen eigenen, mit allen Belangen des Balletts vertrauten Ballettdirigenten.
Die Proben werden heute oft nur mit Tonbandaufnahmen durchgeführt, weil manche hauptsächlich moderne
Partituren sich auf dem Klavier kaum wiedergeben lassen. Das hat den Vorteil, dass sich die Tänzer von Anfang
an mit dem Klang des Orchesters vertraut machen können. Der Nachteil besteht aber darin, dass sie sich an
bestimmte Tempi gewöhnen, die dann unter Umständen vom Dirigenten der Aufführung verändert werden,
was zu Unsicherheiten führt.

  • Ballettdramaturg                                                                                                                                       

Nur große Theater können sich einen eigenen Ballettdramaturgen leisten. An kleineren und mittleren Bühnen
übernimmt meist der Operndramaturg diese Aufgabe. Man kann drei Arbeitsbereiche des Ballettdramaturgen '
unterscheiden: Es muss Öffentlichkeitsarbeit für das Ballettensemble und das Ballett allgemein geleistet werden.
Der Dramaturg soll über das Ballett berichten, für das Ballett werben und die Kenntnisse des Publikums über
das Ballett erweitern helfen. Die Information von Presse, Funk und Fernsehen gehört ebenso zu seinen Aufgaben
wie die Organisation von eigenen Veranstaltungen und die Gestaltung von Programmheften. Er wirkt „intern"
dadurch, dass er das Ensemble mit Informationen versorgt.  Eine sehr wichtige und interessante Aufgabe besteht darin,
bei der Entstehung neuer Ballette mitzuwirken. Der Dramaturg sollte für die Verständlichkeit des Handlungsablaufs
sorgen und mithelfen, die Akzente richtig zu setzen, also mit Ideen und Vorschlägen beratend mitarbeiten.
Allerdings bedeutet das in der Praxis eine Überschneidung mit dem Aufgabenbereich eines Choreographen,
der ja für das Ballett als Ganzes verantwortlich ist.

  • Ballettensemble                                                                                                                                       

Das Ballettensemble umfasst alle bei einer Ballettkompanie beschäftigten Personen. Die strenge Hierarchie
beginnt bei den Gruppentänzerinnen und Gruppentänzern, dann kommen die Gruppentänzerinnen und -Tänzer
mit Soloverpflichtung, gefolgt von den Solisten mit Gruppenverpflichtung und schließlich den Solistinnen und Solisten.
Bei großen Kompanien stehen an der Spitze die Ballerinen und Ballerini. Die Rangstufen an der traditionsreichen
Pariser Oper beginnen bei den Eleven (rats), gefolgt von Zweite Quadrille,
Erste Quadrille, Koryphäen (eine Art Vortänzer der Quadrille), Petits sujets, Grands sujets, Premiers
danseurs (danseuses) und schließlich Danseurs (Danseuses) Etoiles.                                                                                                                                   
Bei vielen Truppen sind heute jedoch die Rangbezeichnungen unüblich. Alle Tänzer sind gleichgestellt, und bei de
*Verteilung der Aufgaben entscheidet die Eignung.

  • Ballettmäzen                                                                                                                                

Heutzutage gibt es kaum noch Ballettmäzene im eigentlichen Sinne; die private Förderung des Balletts wird,
besonders in den USA, von Stiftungen übernommen. Caloust Sarkis Gulbenkian etwa mit seiner in Portugal
errichteten Stiftung zur Förderung der Künste ist zu den Ballettmäzenen zu zählen.  In Deutschland ist die
zu Ehren des früh verstorbenen Tänzers Heinz Bosl errichtete „Heinz-Bosl-Stiftung" zu einem bedeutenden
Helfer bei der Nachwuchsförderung geworden. In der Schweiz leistet die große Handelsgenossenschaft
Migros-Genossenschafts-Bund eine vorbildliche Förderungsarbeit durch Vergabe von Ausbildungsstipendien,
Lehrerweiterbildungskurse und Urlaubskurse für Tänzer, Beratungstage für angehende Tanzschüler sowie
Förderung verschiedener Ballettveranstaltungen.

  • Ballettmeister (Maitre de Ballet)                                                                                                               

Der Ballettmeister wurde früher auch „Maitre de Danse" genannt, was zugleich auch Choreograph bedeutete.
Um sich über die vielfältigen Aufgaben eines Ballettmeisters ein Bild machen zu können, wird es am besten sein,
ihm während seines ausgefüllten Arbeitstages am Theater zu folgen.  Der Tag beginnt für den Ballettmeister und
für die Tänzer mit einem Training im klassischen Tanz. Hier wird auch am technischen Können der Tänzer gefeilt,
und es werden Bewegungsabläufe geübt, die meist auf die jeweiligen tänzerischen Aufgaben abgestimmt sind.                                                                                                    Nach einer kurzen Pause ruft der Ballettmeister zur Vormittagsprobe auf. Wenn ein Choreograph ein neues Ballett
stellt, wird er zuschauen, denn er muss später die neue Choreographie mit den Tänzern so lange proben,
bis sie ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist.
Bei Umbesetzungen ist er derjenige, der mit den Tänzern den Part einstudiert.
So genannte Putzproben sorgen dafür, dass auch bei Wiederholungsvorstellungen jede Kleinigkeit “sitzt".                                                                                                                                           Nachmittags werden die Proben fortgesetzt bis in den Abend, manchmal bis in die Nacht,
Wenn abends eine Vorstellung stattfindet, ist der Nachmittag für Ballettmeister und Tänzer frei.
Etwa eine Stunde vor Vorstellungsbeginn gibt der Ballettmeister den Tänzern ein Kurztraining, um sie für die
Vorstellung „warm zu machen".
Er ist auch während der Vorstellung im Theater und sorgt dafür, dass alles ordnungsgemäß abläuft.
Besonders bei kleinen Kompanien übernimmt der Ballettmeister nicht selten auch noch eine Rolle im Ballett.     
Ein guter Ballettmeister kennt die Choreographien der überlieferten Standardwerke der Ballettliteratur und kann
daher ein Ballett selbständig einstudieren. Er sollte auch in der Lage sein, geringfügige Änderungen einer
Choreographie selbst zu übernehmen. An vielen Theatern muss er zudem auch bei Opern und Operetten
die Tanzeinlagen choreographieren und kann dadurch in anspruchsvollere Aufgaben hineinwachsen.  
Die Ausbildung zum Ballettmeister ist nicht festgelegt. In England, USA und vor allem den osteuropäischen
Ländern gibt es Ballettmeisterkurse von längerer Dauer.
Aber ein Tänzer kann auch während seiner aktiven Zeit langsam in den Beruf des Ballettmeisters hineinwachsen.
Voraussetzung ist in jedem Fall ein sehr gutes choreographisches Gedächtnis; auch eine gute pädagogische
Begabung ist erforderlich.

  • Ballettmusik                                                                                                                                              

Die Musik für ein Ballett kann auf drei verschiedene Arten Zustandekommen:                                                    
1.    Ein   Choreograph   verwendet   eine Musik, die ursprünglich nicht für das Ballett vorgesehen war.
Musikfreunde wehren sich manchmal gegen die „Verballettisierung"  und  empfinden  sie  als  Missbrauch.          
2. Ein Komponist und ein Choreograph erarbeiten gemeinsam ein neues Ballett.
Zu diesem „Team" stößt häufig noch der Bühnenbildner und manchmal der Szenarist. Wie eine solche
Zusammenarbeit in der Praxis aussehen kann,  zeigen die Anweisungen,  die der Choreograph Marius Petipa
dem Komponisten Alexander Glasunow für die Musik von „Raymonda" (1898) erteilte: „Großes Adagio:
Die Musik drückt zärtliche Gefühle aus, danach zur Schilderung des Sarazenen ein Porte,
das sich immer mehr verstärkt.
Drei Variationen für die Tänzerinnen.
Eine Variation für den Tänzer. Eine Variation für Raymonda. Man muss sich über diese fünf Variationen verständigen.
Große Coda. 2/4, feurig, 144 Takte. Verschiedene Tänze von exotischem Charakter. Auftritte von Sklaven, Jongleuren
und anderen. 3/4, 32 Takte. Auftritt der Sarazenen. 2/4,48 Takte. Auftritt arabischer Knaben mit Cymbals. 2/4,
24 Takte von grellem Charakter..." (aus: Marius Petipa, „Meister des klassischen Balletts").                                                             
3.  Ein Komponist erhält einen Kompositionsauftrag für ein neues Ballett und hat dabei volle Freiheit des Schaffens.
Das setzt jedoch voraus, dass der Komponist mit der tänzerischen Seite des Balletts einigermaßen vertraut ist.
Die Ansichten über die Tanzbarkeit einer Partitur wandeln sich. Vor nicht allzu langer Zeit wurde die Musik zum
Ballett „Romeo und Julia" von Serge Prokofjew von den Tänzern der Uraufführung (1936) als kaum tanzbar empfunden;
heute findet sie jeder ausgesprochen tanzbar. Nach Ansicht vieler Choreographen und Tänzer gibt es keine Musik,
zu der nicht getanzt werden könnte, sei sie nun tonal, atonal, seriell oder konkret. Ballett muss nicht unbedingt mit Musik zusammenhängen. Es gibt Ballette, deren Bewegung nur durch Rhythmen gesteuert wird oder die sogar auf jede
rhythmische Fixierung verzichten und es dem Choreographen oder Tänzer überlassen, wie er sich tänzerisch ausdrückt.


  • Ballettomane                                                                                                                                        

in im zaristischen Russland zuerst gebräuchlicher Ausdruck für einen Ballettliebhaber, der vom „Ballettfieber"
(Ballettomania) angesteckt ist und sich bis zur Besessenheit für alles begeistert, was mit Ballett zu tun hat.

  • Ballettpublikum                                                                                                                                       

Wer die Entwicklung des Balletts seit Kriegsende miterlebt hat, der weiß, dass es weder in Deutschland noch in
Österreich oder der Schweiz ein wirkliches Ballettpublikum gab; ein solcher Kreis von Kennern und Liebhabern musste
erst aufgebaut werden. Auch dauerte es einige Zeit, bis sich das Ballett von den Folgen der Kriegszeit erholt hatte und
wieder ein höheres Niveau erreichte.  Aber für die Entstehung eines breiteren Ballettpublikums ist es günstig,
dass die Zuschauer sich selbst schon mit Ballett beschäftigt haben. Das zeigt sich deutlich in England;
dort hat ein breiterer Personenkreis irgendwann einmal selbst Ballettunterricht erhalten und ist damit
aufgeschlossener als bei uns, wo erst die jüngere Generation solche Voraussetzungen mitbringt.
Nicht jedermann hat die Möglichkeit Leistungsvergleiche zu ziehen. So vermag ein Teil des Publikums
nicht immer zu erkennen, dass eine Choreographie nur wenige eigene Züge trägt bzw. dass der Choreograph
mangels eigener Inspiration und eigenen Könnens Anleihen bei anderen gemacht hat.

  • Ballettsekretär (in)                                                                                                                                     

An größeren Bühnen übernimmt der Ballettsekretär den größten Teil der Verwaltungsaufgaben des Ballettdirektors.
Er führt die anfallende Korrespondenz, schreibt Verträge, Besetzungslisten und Probenpläne.
Er muss ein ruhender Pol im Ballettbetrieb sein und seinen Chef, besonders wenn dieser als Choreograph
schöpferisch arbeitet, von allen Störungen abschirmen.
Der Ballettsekretär muss nicht unbedingt selbst auf der Bühne gestanden haben,
aber er sollte gute Ballettkenntnisse mitbringen und Liebe zu einem interessanten, nicht immer leichten Beruf.

  • Ballettszenario (Ballettlibretto)                                                                                                               

Wie eine Oper oder ein Schauspiel ihr Textbuch haben, so hat auch ein Ballett (mit Ausnahme eines abstrakten)
sein Szenario oder Libretto, das meist vom Choreographen stammt. Aber auch zahlreiche Dichter wie Andre Gide,
Paul Claudel, Paul Valery, Blaise Cendrars, Jean Cocteau, Heinrich Heine und Günther Grass haben Ballettlibrettos
erarbeitet.

  • Ballon                                                                                                                                                    

Wenn ein Tänzer „Ballon" besitzt, so erweckt er beim Hochspringen den Eindruck, er bleibe einen kurzen Augenblick
in der Luft stehen. Der Ausdruck stammt vielleicht vom französischen Tänzer Jean Balon (1676-1739).

  • Bar oder Barre                                                                                                               

Englisch/Französisch für Stange. Um den klassischen Tänzern beim täglichen Training das Halten des Gleichgewichts
zu erleichtern, wird im Ballettsaal an den Wänden in Hüfthöhe eine horizontale Stange angebracht, an der sich die
Tänzer festhalten. Sie wird während des ersten Trainingsabschnitts benutzt.

  • Battements                                                                                                                                                

Als „Battement" bezeichnet man Übungen, bei denen das Spielbein vom Körper weg geschlagen und wieder in die
Ausgangsposition zurückgebracht wird. Dies kann in drei Grundrichtungen erfolgen: nach vorn, zur Seite und zurück,
wobei man jeweils aus der ersten und der fünften Position beginnt.

  • Beratung                                                                                                                 

Für jeden, der sich als Tänzer ausbilden lassen will, spielt die genaue Prüfung der körperlichen und geistigen
Voraussetzungen eine entscheidende Rolle. Dabei ist es nützlich, sich nicht nur vom Ballettlehrer Auskunft einzuholen,
sondern auch von einer neutralen Instanz. Solche Beratungen führt z.B. die Heinz-Bosl-Stiftung in München durch oder
in der Schweiz der Migros-Genossenschafts-Bund unter Hinzuziehung der verschiedenen Berufsverbände.
Wie notwendig eine neutrale Talentprüfung ist, geht daraus hervor, dass in München wie in Zürich nur etwa
10% der Ratsuchenden gesagt werden kann, eine Fortsetzung der Ausbildung erscheine möglich.
Bei der Prüfung der physischen Eignung sollte man unbedingt einen Facharzt für Orthopädie zuziehen.

  • Bewegungschor                                                                                                                                        

Zur Verstärkung des Ballettensembles wird häufig ein Bewegungschor eingesetzt. Seine Aufgabe besteht darin,
sich nach Angaben des Choreographen rhythmisch zu bewegen.
Der Bewegungschor wird auch zur Verstärkung der Statisten eingesetzt.

  • Biomechanik                                                                                                                                            

Die Biomechanik ist ein junger Wissenschaftszweig, der sich mit dem menschlichen Bewegungsapparat befasst
und auch für den Tanz von Bedeutung werden kann. Sie untersucht Bewegungsabläufe und geht dabei von
physikalischen Grundlagen aus, berücksichtigt aber auch Erkenntnisse der Physiologie, der Anatomie,
der Sport- und Tanzmethodik und der Psychologie.

  • Bournonville-Techniken                                                                                                                                

So wird ein Stil des klassischen Tanzes bezeichnet, der im letzten Jahrhundert in Dänemark durch den
französischen Choreographen August Bournonville (1805-1879) entwickelt wurde.

  • Bühnenbild                                                                                                                                              

Von den prunkvollen Bühnenbildern und bauten des Barock bis zum Ballett, das vor einem durch einen Vorhang
abgegrenzten Bühnenhintergrund getanzt wird, ist es ein weiter Weg.  
Jedes Ballettbühnenbild muss einen Grundsatz beachten: die Tänzer müssen Platz zum Tanzen haben.
Ausladende Bauten und Dekorationen würden die Bewegungsfreiheit einengen.  Während die luxuriösen und
prachtvollen Bühnenbilder des Barock für den Kunstgenuss eine der Musik und der Darstellung durchaus gleichwertige
Rolle spielten, waren die Bühnenbilder des 19. Jahrhunderts künstlerisch weit weniger wertvoll.
Mit ihren hintereinander aufgehängten Prospekten wirkten sie wenig plastisch und für unsere Augen eher primitiv.
Serge Diaghilew mit seinen „Ballets Russes" führte dann eine grundlegende Änderung der Ästhetik des
Bühnenbildes ein; seine russischen Bühnengestalter Leon Bakst und Alexander Benois schafften die
Hängedekorationen älteren Stils ab und arbeiteten hauptsächlich mit Bühnenprospekten.
Pablo Picasso verursachte dann 1917 geradezu eine Revolution des Bühnenbildes mit seinen Bildern und Kostümen
zum Ballett „Parade", das nach einer Idee Jean Cocteaus mit der Musik von Eric Satie und der Choreographie des
jungen Leonide Massine aufgeführt wurde.
Nun begannen Picasso und andere bekannte Maler, sich mehr und mehr für das Ballett zu interessieren.
Mit der Zeit erhielten die Bilder ein zu großes Gewicht gegenüber dem Tanz, was bald eine Abkehr von diesen
schönen, aber dominierenden Bühnendekorationen zur Folge hatte.                                                                                                                                             Heute sind nur noch gelegentlich aufwendige Dekorationen und üppige Ausstattungen zu sehen; die Tendenz geht
dahin, so wenig wie möglich vom Tanz abzulenken und sich mit Andeutungen zu begnügen, die Stimmung erzeugen.
Völlig neue Effekte werden durch die Fortschritte der Lichttechnik möglich. Von nicht zu unterschätzender Bedeutung
sind die Bühnenprojektionen. Sie erlauben rasche, ja fließende Bildwechsel und sind, was besonders bei kleinen
Bühnen von Bedeutung ist, Raumsparender als eine aufwendige Bühnenarchitektur.


 
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